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CSD Berlin 2016 – Danke für NIX und juut is…

oder der alljährliche „Gewalt“marsch durch die Innenstadt

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Der Berliner CSD ist meiner Meinung nach nicht Deutschlands beste Veranstaltung dieser Art, was einfach daran liegt das es im Rheinland scheinbar mehr offene Herzen gibt, die sich einerseits mit dem Thema identifizieren und andererseits das Feiern bereits mit der Muttermilch eingeimpft bekommen. Ich möchte aber diesmal keine Vergleiche ziehen sondern ausschließlich meine Gefühle zu diesem CSD in Berlin kund tun. Ick fands DUFTE und das obwohl ich, wie wahrscheinlich viele, mit gemischten Gefühlen auf diesen Event gestöckelt bin. Um uns herum passieren momentan so unglaublich viele schlimme Dinge, das nimmt einem schon die Lust auf „Spaß“ und ausserdem keimt die Angst hoch, selbst Opfer von Irren zu werden. Leider ist es auch bei dieser Parade im Nachgang nicht ganz ruhig geblieben und Menschen wurden verletzt. Glücklicherweise nicht aufgrund eines Anschlags sondern aufgrund der immer weiter verbreiteten Krankheit „Toleranzversagen“.  Persönlich könnt ich kotzen wenn ich lese das ein paar Dumpfbacken wiedermal ihre Extremitäten nicht bei sich behalten konnten und unschuldige Menschen bedrohen, nur weil sie (wir) nicht ins Schema „S“ passen. „S“ wie Scheisslangweilig…

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Der CSD soll genau diese Vorurteile abbauen und Menschen mit wenig Bildung auf harmlose Art und Weise wachrütteln – doch ich glaube, es ist in deren Augen Jahr um Jahr eine größere Provokation. Diese Typen wollen und können nicht verstehen das Ihre Denkweise nicht der Weisheit letzter Schluß ist. Wie auch ?… vernagelte Oberstübchen sind schwer zu öffnen – selbst mit Hammer und Brecheisen. Ich selber hatte bis auf ein paar heterogenormte alkoholisierte Kollegen, die unbedingt ein Foto wollten, keine unangenehmen Begegnungen der Dritten Art – GLÜCKLICHERWEISE – aber es ist schon unangenehm wenn man ausserhalb des Schutzes der Massen auf eine Taxe wartet. Die Reaktionen der vorbeifahrenden BMWler sind immer die gleichen… Grunzgetöse aus dem Mittelalter. Doch auch schwule Jungbullen übernehmen sich manchmal sehr und ergötzen sich über „hässliche“ Transen… Manchmal sehr tragisch und dumm diese ganze Gesellschaft… 🙁

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Das diesjährige Motto des Christopher Street Days in Berlin war schnodderig und sarkastisch. „DANKE FÜR NIX“. Einerseits fragt man sich warum sich bedankt wird wenn man nix erreicht hat und andererseits ist die Forderung nach Handlung so versteckt, das nicht jeder die Ironie hinter dem Satz versteht. Viele Denken wahrscheinlich auch noch, das sich doch so viel verändert hat und die Rechte und Pflichten eh schon sehr angepasst wurden. Mit den Pflichten mag das vielleicht sogar stimmen.. doch Rechte..? Nee.. die Politik kann nicht handeln weil Mutti unter anderem Probleme mit zwei Vätern hat und die SPD möchte weiter machtvolle Positionen innehaben. Das ist zwar pauschalisiert aber ändern wird sich so leider nix. Womit wir wieder beim NIX wären. Berlin hat alles gegeben und ich hatte zeitweise das Gefühl das es mehr Menschen waren als die letzten Jahre… aber um ganz ehrlich zu sein – gegen Köln stinken wir einfach ab. Mist.. jetzt habe ich doch wieder verglichen 😉 …

Alles in allem war es dennoch ein toller Tag – mit neuen Bekanntschaften, alten Wiedersehen, viel Musike und viel nackter Haut und jede Menge VIELFALT. Ich wurde mit Pokemon Bällen beworfen und naßgespritzt und habe es seit langem wiedermal bis fast zum Brandenburger Tor zu Fuss geschafft. Ok.. ich gebe zu, ich habe ca. bei der Hälfte auf flaches Schuhwerk umgesattelt 🙂 …. Berlin ist einfach JUUT.

 

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