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CSD Berlin 2013: Leider kaum Bilder trotzdem aber viel zu sagen

oder für das Recht zu sein wer oder was man will…

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In Berlin ist es eigentlich schon immer etwas einfacher gewesen. Tolerant war diese Metropole schon immer. Dennoch, auch hier kann man nicht immer der / die / das sein was man will. Dies war der Ansatz für mein/unser diesjähriges CSD Outfit. Extra für den Christopher Street Day haben wir die Gremlin Kostüme „entgruselt“ und den Halloween Charakter ausgeblendet. Denn es ging uns darum zu zeigen, das Äusserlichkeiten eigentlich keine Rolle spielen sollten – dazu zähle ich Nationalität, Formen und natürlich Geschlecht. Gestern hat jemand zu mir gesagt, das man nie wissen kann wo man seine Partner Seele findet… und das fand ich wunderbar, denn genau so ist es. Der Mensch oder auch die Menschen Deines Lebens können in jedem „Gefäß“  stecken – drum halte die Augen auf, auch jenseits der Geschlechtergrenzen. Auch die Tatsache das wir als zwei weibliche Gremlins mit einem Gremlinkerl unterwegs waren hatte einen tieferen Sinn 😉 .. aber den kann sich jeder selbst zurechtmalen.

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Die Parade war diesmal nicht durch unwetterartige Herausforderungen geprägt sondern hat sich einen sonnigen, fast schon zu heißen Tag ausgesucht. Zumindest habe ich viele verschwitzte Makeupkunstwerke fliessen gesehen, die allesamt großen Spaß an der Demonstration hatten. Natürlich gab es wie immer die viel zu früh angesoffenen Proleten, die sich als CSD Touristen an der Strecke die Birne zusaufen um „Bekloppte“ zu glotzen… und auch diesmal ist es mir ein Rätsel warum die Menschen zu dämlich sind, ihren Dreck, vor allem aber ihre Glasflaschen wieder mitzunehmen? Zu viel scharfe Glassplitter, teilweise mörderisch scharf lag auf der Strasse. Das ist weder gut für die Reifen der Trucks, noch für uns laufende Bevölkerung – ja… es floß sogar vor mir Blut, weil jemand diese Scherbenhaufen übersehen hat. Völlig unverständlich !

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Das diese Demonstration und die proklamierten Forderungen einher gingen mit ausgelassenen fröhlichen Gesichtern, viel nacktem Fleisch und natürlich jede Art der Liebesbekundung ist aus meiner Sicht kein Widerspruch, sondern zeigt, das es keine Randale, keine Gewalt braucht um Andersdenkende zu erreichen. Und ich glaube gestern hat wieder der ein oder andere gemerkt, das „anders sein“ nicht gleichzusetzen ist mit „krank“, wie es in Rußland gerade per Gesetz kommuniziert wird. Überhaupt habe ich viele Schilder und Andeutungen gesehen die das Thema Putin und seinen Weg in die Steinzeit thematisiert haben. Und wissta watt.. das war auch gut so. Vorgestern nacht habe ich eine unsägliche Kommunikation auf Facebook mitverfolgt, in dem sich jemand darüber aufgeregt, das wir doch bitteschön erstmal unsere eigenen Müll lösen sollten, bevor wir den Zeigefinger für die größeren Probleme unserer Nachbarn heben. Das ging dann soweit, das man ja bitteschön auch heute nix mehr mit den Greultaten der Nazis zu tun hat und deswegen sich nicht immer in Geberstimmung befinden darf. Nachdem ich kurz kotzen war… weil auch die Formulierungen wirklich sowas von schlimm waren … fiel mir dazu nur eines ein: Wer es nicht schafft für Menschen aufzustehen, deren Rechte auf eine unterträgliches Maß beschnitten werden, egal in welchem Land, der schaut genauso weg, wenn so ein rechtes Gesindel nochmal versuchen sollte das eigene Land zu unterwandern.

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Nach der Berliner CSD Parade, die ich fototechnisch leider nicht wirklich gut dokumentiert habe, hieß es dann chillen und grillen mit Freunden auf der Terrasse. Auch das kann eine wunderbarer Abschluß eines Christopher Street Days 2013 sein… 🙂

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