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Christer Strömholm und die Familie am Place Blanche

oder manchmal ist es zum Mäusemelken…

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…das man nicht immer überall sein kann oder immer von allen interessanten Ausstellungen in Berlin Wind bekommt. Als ich Anfang Januar eine Ankündigung von Christer Strömholms – Post Scriptum Retrospektive im CO Berlin las, stand dort was von stolzen Transsexuellen und prominenten Künstlern. Klang interessant aber leider hab ich einen Besuch dann so lange vor mir her geschoben, bis das CO Berlin die Tore am wunderbaren Postfuhramt im Mitte schloß und somit verpasste ich wohl eine beeindruckende Retrospektive. Aber meine werte Mama sagt immer.. man sieht sich immer zweimal im Leben 🙂 … also fand ich ein Posting von Frank Wilde auf Facebook über eine fotografische Sammlung des Künstlers.

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Ein Portrait über Menschen die in der damaligen Zeit von der Gesellschaft nicht akzeptiert werden konnten weil sie „anders“ waren. Frauen die im Körper eines Mannes geboren wurden und nur einen Wunsch hatten – diesen Fehler in Casablanca zu korrigieren. Doch dafür brauchten sie Geld. Als einziges Betätigungsfeld blieb ihnen aufgrund dieser Ausgrenzung, wie sollte es anders sein, nur die Arbeit am Place Blanche, dem Rotlichtmilieu von Paris. Wiederum die Grundlage erneuter Anfeindungen und Übergriffe der ach so katholisch gläubigen Normgesellschaft unter der Führung von Charles de Gaulle. Der Fotograf Christer Strömholm erstellte mit seiner Fotografie aber keine voyeuristische Aufzeichnung sondern war über einen langen Zeitraum Teil ihres Lebens. Er begleitete viele der Frauen durch das Hoch und Tief des Alltags. Ich kann mir gut vorstellen das das sich sehr bald weniger wie Arbeit anfühlte sondern mehr wie ein Familientreffen.

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Alle Bilder © C.Strömholm (mit freundlicher Genehmigung von J. Strömholm)

Wie gesagt… ein bisschen könnte ich mir wohinbeissen, diese Bilder nicht im CO Berlin gesehen zu haben, aber immerhin kann man das Photobuch LES AMIES DE PLACE BLANCHE das daraus 1983 entstanden ist, auf AMAZON bestellen. Zumindest denke ich das, denn momentan ist es ausverkauft. Im Buch findet man Statements wie diese „This is a book about the quest for self-identity, about the right to live, about the right to own and control one’s own body.” die zeigen das Christer Strömholm schon in den 50zigern verstanden hat das Grenzen niemals wirklich Menschen daran hindern können ihren Weg zu gehen….

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