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Birdman – die Reise in dein zwiegespaltenes Ich

oder die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit

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© fox.de

Der Film Birdman wird ja im Moment auf allen Festivals lobgepriesen.. Golden Globe, Oscar und Co umjubeln den unglaublich herausragenden Ex-Batman Darsteller Michael Keaton. Es war ruhig geworden um ihn und das in Zeiten in denen alle möglichen Superhelden ausgegraben werden… aber bei Keaton blieb der wirklich große Megaerfolg nach Batman irgendwie aus. Umsomehr hat man diesen Mann mit dieser Rolle identifiziert. Doch das war nicht alles. Auch man selber hat sich dauernd dabei ertappt zu glauben, das Szenen des Filmes aus dem eigenen stammen könnten. Oft genug beobachte ich mich dabei, ein Szenario zu erträumen, das leider in der Realität immer etwas anders aussieht. Und ohne festen Willen bin ich fest davon überzeugt muß man irgendwann aufgeben. Die Reise als Don Quixote muß irgendwann verloren gehen.. denn zu allem gehört ein Quentchen Glück. Birdman hat all diese Momente auf großer Leinwand reflektiert und das in grandiosen Bildern und Tagträumen.

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Der ganze Film hat ein Alleinstellungsmerkmal… die Kameraführung. Von Beginn an gibt dieser Streifen einem das Gefühl an einem Stück gedreht worden zu sein. Am Anfang fällt das gar nicht so auf, doch nach ca. 15 Minuten fehlten mir irgendwie die schnelle Schnitte, die oft dramaturgisch extrem unterstützen.  Andererseits hat es Spaß gemacht zu beobachten wie die Szenenübergänge dann realisiert wurden. Irgendwie spannend auch wenn manche Augenblicke dadurch extrem gezogen wirkten. Birdman ist eine Reise ins Unterbewußtsein und gleichzeitig extrem überbewertet. Die hervorragend gebastelten Trailer versprachen mir zumindest etwas mehr Zwiespalt und Zerrissenheit. Auch das Ende ist eher unschlüssig aber ich möchte nicht spoilern… insofern… der Film ist sehenswert, interessant, grandios gespielt  … aber mit 9 Oscarnominierungen… ick wees ja nicht… ick finde das echt überbewertet. Wenn ich da an einen Streifen wie BABEL zurückdenke oder BIRDY mit dem ähnlichem Thema der Schizophrenie. Ich bin gespannt wieviel Goldene Männchen letztendlich wirklich hängen bleiben.

 

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