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Bilder vom 23. LifeBall 2015 in Wien

oder oben hui unten vielleicht doch „pfui“….

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Frau Lepore war u.a. eine von denen die unser Ablaufkonzept stark durcheinanderbrachten

Ich muß die chronologische Reihenfolge der Erlebnisse des letzten Wochenendes etwas umsortieren und erstmal vom 23. Wiener LifeBall berichten. Mein „erstes“ relativ kurzes LifeBall Erlebnis stand 2010 in keinem Verhältnis zum betriebenen Aufwand aber letztendlich weiß man das immer erst, wenn man es erlebt hat, insofern ist allett schick jewesen. Diesesmal hatte ich die große Ehre sogar auf einer LifeBall Sideshow Bühne stehen zu dürfen, um im Rahmen der Boylesquetruppe, einer meiner bescheidenen Performances zu präsentieren. Natürlich konnte ich da nicht nein sagen und brachte meine Leistung kostenfrei in dieses wohlwollende Projekt ein. Doch bevor es dazu kam gab es einige Mißstände zu beklagen… oder sollte ich sagen „Zweiklassenmedizin“ zu entdecken. Es fing damit an, das in der Kommunikation offenbar nicht ankam, das wir mit ca. 30 Künstlern dort einreiten wollten und im Backstage lediglich fünfe Platz hätten finden können.. 🙂 … vor allem weil Burlesquekünstler immer so kleine Koffer haben 🙂 … anyway dieses Problem wurde mit einiger Zeitverzögerung und nach einigem Widerstand letztendlich gelöst. Doch leider blieb es „klassenspezifisch“.

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Ich wurde das Gefühl nicht los, das wir als Pausenclowns nur ein winziges Rädchen im Getriebe der Maschinerie LifeBall waren und ich hätte schwören können das das in jedem Satz mitschwang. (Ich muss übrigens unsere beiden Künstlerbetreuer aus der Kritik heraus nehmen… sie haben alles erdenklich möglich getan um diesen Misstand so angenehm wie möglich zu gestalten). Wer immer unseren Zeitplan ändern wollte durfte es. Letztendlich lagen Nerven blank, beschwingte LifeBall Feier Attituden wurden im Keim erstickt und der Spaß blieb komplett auf der Strecke. Für mich heißt das konkret… LifeBall kann man schon nochmal machen aber nur wenn man wie Dita von Teese der A-Promi Liga angehört oder zumindest gerade aus Amerika eingeflogen wurde. Dann wird man bepampert und betätschelt bis einem der Goldpuder aus den Ohren kommt. Als kleiner deutscher Sideshowact heißt es Zähne zusammenbeissen und der entspannten Feier die feuchte Schulter zeigen. Das wiederum lag in erster Linie an den Temperaturen, die sich entwickeln wenn man 2 Stunden im Kostüm auf einer Durchgangstreppe warten muss bis alle „wichtigeren Damen“ ihren vorgezogenen Auftritt fertig haben. Soviel zum Thema… Zeitmanagement beim LifeBall 2015.

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Doch natürlich gab es auch schöne Momente. Die Frage ob und inwiefern dieses ganze Spektakel allerdings der Sache hilft.. kann ich aufgrund der subjektiv partiellen Betrachtungsweise nicht beurteilen. Fakt ist allerdings, das es ein extrem extrovertiertes Abenteuer ist, welches ggf. vor Jahren in die Kommerzialisierung abgedriftet ist. Aber das Problem haben viele erfolgreiche Veranstaltungen letztendlich schon seit Jahren. Meine schönen Momente galten in erster Linie den Begegnungen mit tollen Menschen. Ich habe auch an diesem Abend wunderbare Persönlichkeiten treffen dürfen, saß mit der ganzen Welt am Tisch und genoß ein wirklich gutes Backstagecatering vom Hotel Hilton. Natürlich war die Location wieder ein Traum und auf meinen Wegen durch die heiligen Hallen gab es an jeder Ecke etwas neues zu entdecken und zu bestaunen. Opulente Kostüme wurden ausgebessert oder für die diversen Kameras in Szene gesetzt. Überall herrschte feuchtfröhliches Miteinander und im Hinblick auf die Vielzahl von „Spielorten“, die das Rathaus bietet wahrscheinlich eine logistische Meisterleistung.

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Dennoch möchte ich nochmals daran erinnern, das es sich bei jedem Performer, der sich kostenfrei diesen „Arbeits-Abend“ um die Ohren schlägt, um einen genauso wichtigen Teilbeitrag zum gelungenen Event handelt, wie die eingeflogenen Weltstars – die wahrscheinlich zusätzlich noch diverse Kosten verursachen, selbst wenn sie für lau auftreten. Denn wir „kleenen“ haben keenen Visagist, keene Kostümhilfe, keene Entourage, die uns die ganze Zeit Luft zufächert oder uns den Weg durch das Labyrinth zeigt. Und ein Performance von 5 Minuten braucht,  mal abgesehen von all den Vorbereitungen um den Act zu erdenken, auch eine Vorbereitungszeit, das übersehen die meisten leider oft. Bedanken möchte ich mich aber an der Stelle beim gesamte Team von Wiener Boylesque Festival, besonders bei Jacques Patriaque und all den tollen Künstlern (namentlich wäre die Liste jetzt gefühlt unendlich…) mit denen ich eine tolle Zeit, Spaß und gute Gespräche hatte. Ach und am Rande sei angemerkt das mir Dita von Teese beinahe über den Fuß gefahren ist…. *jahhahhahhahaaa* – das ist das zweite mal das ich sie FAST getroffen habe… man sagt ja.. aller guten Dinge sind DREI.

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