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Berlin Positiv – Gegen das Vergessen

oder sag mir wo die Gäste sind, wo sind sie geblieben. Jemand hinterte sie geschwind. Wann wird man je verstehn?

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Mit dem Vergessen ist das so eine Sache… wenn man etwas vergessen möchte fällt es zumeist superschwer, wenn man aber etwas auf keine Fall vergessen möchte, entfällt es einem doch. So schien es mir gestern das ein paar der geladenen und bestätigten Gäste, aber auch ein Großteil derer die eigentlich auf solch einer Veranstaltung Schleife zeigen irgendwie vergessen haben am gestrigen Samstag das Goya zu besuchen. Nun ist es aber auch nicht besonders leicht dieses riesige Relikt aus der Vergangenheit komplett mit Menschen zu füllen, erst Recht wenn es darum geht nebenbei noch ein ernstes Thema zu bewältigen. Im Gegensatz dazu war es im Cookies zu Bob Youngs SpyClub brechend voll und ich wurde wieder Ohrenzeuge einer Aussage die mitverantwortlich dafür ist, warum eben solche Veranstaltungen im GOYA nötig sind. Ein Typ der mein Sohn hätte sein können 😉 brüstete sich damit mit der Hälfte der Anwesenden schonmal inner Kiste gelegen zu haben… noch Fragen? Nee oder…

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Trotz aller medizinischer Fortschritte bleibt Aids nach wie vor eine lebensbedrohliche Krankheit und nur geschützter Sex kann einem Sicherheit bieten. Wenn ich mir aber dieses Jüngelein im SpyClub so anschaue bin ich mir sicher, das der eine Latexallergie hat ;-)…. ejal. Die Care Party im Goya war also aus meiner Sicht leider zu mäßig besucht. Letztentlich war es aber auch die erste Benefiz Gala des Berlin Positiv e.V. und wenn man mal 10 Jahre zurückdenkt wie die Künstler gegen Aids Gala anfing und wo sie nun spielt bei ausverkauften Theater des Westens bin ich eigentlich guter Dinge. Ich selber wurde kurzfristig damit betraut ein Grußwort von unserem Bürgermeister Klaus Wowereit vorzulesen und hab mir das irgendwie wiedermal selber schwer gemacht. Die Tatsache das Mikroständer auch verstellbar sind kam mir in dem Augenblick nicht in den Sinn… und somit verlas ich die grüßenden Worte von Wowi in leicht gebückter Haltung zumindest solange bis die gute Seele der Bühne ein erbarmen mit meinem unterem Rücken hatte und dieses Mikrogedöns in etwa auf meine Höhe stellte. Hab ich schonmal erwähnt das ich die Technik bzw. die Menschen dahinter etwas, na sagen wir mal, unaufmerksam finde… auch die zweite spontane Moderation zur Übergabe des Priz des Courage an Rainer Jarchow scheiterte an einem nicht geschalteten Mikro… in etwa so wie das Licht das mir der Mann am Pult zur La Fete Fatale vergaß auszuschalten.

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Auf der Bühne durften die anwesenden Gäste zur Premiere dieser Gala, die im übrigen auch einen Nachfolger im nächsten Jahr haben wird, wie mir der Veranstalter und Vorstand von Berlin Positiv e.V. Roger Kilian zuflüsterte, unter anderem eine tolle Vanessa Maurischat und eine sensationelle Vida Mikneviciute vom Hamburger Staatsoper bewundern. Was mir allerdings noch fehlte war eine bisschen Artistik oder Variete. Später am Abend traf ich noch David Pereira, den Engel der sich kunstvoll um einen Einkaufswagen schlängelt, sowas hätte das bunte Treiben auf der Bühne noch bereichert. Wobei die Schwestern vom Orden der perpetuellen Indulgenz mit Ihrer Frontfrau Daphne De Baakel schon in die richtige Richtung gingen. Denn auch wenn das Thema mit den nötigen Ernst behandelt werden sollte, ist eine Portion Humor nie falsch. Weitere Gäste des Abends waren Kiki Cessler, Marie Marlene als Moderator(in) und Vladimir Luxuria die mit ihrem Einzug in das italienische Parlament, die erste Transgender weltweit war, die in ein politischern Parlament gewählt wurde….

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