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Berlin Night of Fashion 2015 Drag Walk Gossip

oder Missgunst und Neid im Vorfeld des BNoF 2015

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Stellt Euch mal vor da hat jemand eine grandiose Idee um die Dragqueens, Transen und Zweithaarenthusiasten in die Berliner Fashion Week zu integrieren. OK… die Idee hat jemand anderes schon mit Erfolg umgesetzt und über die sozialen Netzwerke breit gestreut aber mit Augenzudrücken und gutem Willen bleibt es dann vielleicht doch die eigene Idee. Man(n) glaubt fest daran und ein interessanter Umstand ist, das es dieses Phänomen öfter gibt und für diejenigen dann die Realität quasi einen anderen Verlauf nimmt – sozusagen eine Parallelrealität oder auch Tunnelblick. Dieses Individuum ist dann feste davon überzeugt es hätte etwas tolles, ja sogar etwas künstlerisches vollbracht und niemand dürfe ihm/ihr das wegnehmen. Gollum, Gollum… 😉

Als ich das erste Mal von der Berlin Night of Fashion gehört habe war ich mir nicht sicher, ob das eine billige Trittbrett-Veranstaltung ist oder ein erstgemeinter Side-Event der großen Fashion-Week Berlin. Fakt ist das die Mercedes Benz Fashon Week 2015 offiziell nur bis zum 23. Januar geht und in der Kommunikation der FW15 nirgends von der BNoF gesprochen wird. Somit ist diese Veranstaltung NICHT Teil der offiziellen Fashion Week. Im Grunde macht das nix. Denn gerade die Sideevents können spannend und besonders sein. 2012 und 2014 wurde ich mal angefragt für eine kleine Gage Teil des Ganzen zu werden und ich habe mich damals dagegen entschieden, weil mein Bauchgefühl zu dieser Plattform NEIN gesagt hat – was nicht bedeutet, das es an der Gage lag!! Anyway.. 2015 soll nun zum 10. Mal eine Nacht der Mode zelebriert werden und diesmal gibt es sogar einen sogenannten Drag Walk… Ohh.. what a great idea… 😉 … das jemand sowas eingefallen konnte?

https://www.youtube.com/watch?v=QR3mhxvhkAI

Das diese Idee nicht wirklich neu ist mag dahingestellt sein und ob sie nur ansatzweise die Qualität haben wird, wie die MarcoMarco Show mit den RuPaul Dragqueens in 2013, wird sich auch zeigen. Allein die Tatsache, das die Models gar kein Label präsentieren werden, sondern ihre eigenen Fummel tragen müssen, finde ich fragwürdig bis dämlich! Dazu kommt dann auch noch, das manch eine(r) so schlau ist, die Crowdfunding Idee zu vergewaltigen, um sich ein imposantes Kostüm für den Event machen zu lassen. Ich weiß ehrlich gesagt nicht wo das hinführen soll, wenn jetzt jeder sein „Werkzeug“ im Namen des guten Zwecks fremdfinanzieren läßt – aber das nur als Randbemerkung. Abgesehen davon sehe ich in der Runway-Aktion keine wesentliche Unterstützung in der LGBTI Sache, da ja die Models modetechnisch klar abgegrenzt werden und lediglich sich selbst bzw. einen Designer repräsentieren, den sie überreden konnten umsonst zu arbeiten… Im Gegensatz zur MarcoMarco Show hatte leider kein (namenhafter) Designer in Deutschland heute den Mut dazu.

Doch das schlimmste kommt noch. Nun gibt es Querelen weil die „Ideengeberin“ sich offenbar übergangen fühlt, da das schwullesbische Magazin „Siegessäule“ sich „erdreistet“ hat, darüber zu berichten, ohne ihre kreative Erleuchtung zu erwähnen. In dem Artikel der Siegessäule, der aus meiner Sicht übrigens sehr positiv über den Event vorberichtet, wird nun eine Miss Siegessäule namentlich Chandelier Brown in den Fokus gesetzt und Zack… werden bösartige Befindlichkeiten über die sozialen Netzwerke verteilt. Da hat wohl jemand noch nie was von Pressefreiheit gehört. Ein bisschen wie in der dritten Klasse wird verleumnet und unterstellt und das schlimmste daran… wenn man weniger gut im Umgang mit der deutschen Sprache ist, dann BITTE.. BITTE bereitet Euch vor. Subjekt, Prädikat, Objekt wären toll oder aber einen originellen Jargon, aber kein Rumgedruckse und Gestammele ohne Punkt und Komma vor der Kamera. Ich bin einigermaßen schockiert, wie es sein kann, das jemand sich so darstellt und gleichzeitig eine langjährige und gute Redaktionsarbeit torpediert. Ich kenne die Verantworlichen nun schon viele Jahre und auch wenn wir nicht immer einer Meinung waren, so respektiere und bewundere ich die Arbeit der Siegessäule nach wie vor. Allein die Deformierung des lesbischen Anteils des Verlages ist unterträglich… Böse Zungen könnten die Niederlage beim Siegessäule Drag Contest als Grund für diese Äusserungen anführen… Alles in allem glaube ich da hat jemand zu viel Dieter Bohlen getrunken und sowas kann schnell auf die Sinne schlagen.. wobei Dieter kann sich das erlauben – schließlich hat der im Leben wirklich was eigenes geschaffen!

PS. Ich kann mir vorstellen das der Event an sich interessant wird, da die Labels die dort präsentieren und hoffentlich nicht allzu krasse Börsen zahlen müssen, spannend klingen und ein Besuch wert sind.

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