Do. Mai 28th, 2020

Bei Dorris Dörrie ist alles inklusive

oder komisch melancholische Geschichten über Männer und andere Eigenarten

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© Constantin Film

Da fährt man so völlig unbedacht aber offenen Auges durch die Strassen und zack .. grinst einem ‘ne Transe ins linke Autofenster. Die Stadt ist gerade vollplakatiert mit Filmplakaten des neuen Filmes von Dorris Dörrie. Einmal mehr erzählt sie nach “Männer”, “Die Friseuse” Geschichten aus dem Leben ganz “normaler” Menschen mit ganz “normalen” Problemen. Diesmal spielt eben auch ein Transvestit eine tragende Rolle – manchmal scheint mir dieser Transvestitismus fast Mainstreamig geworden zu sein.. und deshalb werde ich mir seit Jahren mal wieder ein Dorris Dörrie Film antun. Ich vermute eine leichte Kost mit wilden Verwicklungen und Hang zum Grotesken aber… man soll das Buch nie nach einem Umschlag beurteilen. Insofern warte ich auf die DVD – weil Kino wird garantiert für was anderes gemacht. Abgesehen davon hätte sich ja diese Verleihfirma auch mal ein potentielles Zielpublikum zur Premiere einladen können… aber Nee… Marketingmenschen sind eben genauso normal – diesmal ohne Anführungszeichen.

Hier der Plott: “Den albernen Vornamen verdankt Apple (NADJA UHL) ihrer Mutter Ingrid (HANNELORE ELSNER). Nie mehr will sie so chaotisch leben wie damals in ihrer Kindheit. In Spanien, in dem Zelt am Hippie-Strand von Torremolinos, 1967, als Apples Mutter eine wilde Affäre mit Karl hatte.
Jetzt, dreißig Jahre später, erlebt die Singlefrau Apple ein Liebesdesaster nach dem anderen und fühlt sich einzig und allein von ihrem Hund verstanden. Und die ehemalige barbusige Strandkönigin Ingrid, mit über sechzig immer noch rebellischer Freigeist, kehrt nun nach mehr als drei Jahrzehnten als All-inclusive-Touristin zurück nach Torremolinos: Der Hippie-Strand existiert nicht mehr und vor lauter Hotelbunkern, billiger Animation und feiernden Abiturienten erkennt sie das ehemalige Fischerdorf kaum wieder. Die Begegnungen mit einem Bootsflüchtling (Elton Prince) und dem Transvestiten Tim – bzw. Tina (Hinnerk Schönemann) – zwingen Ingrid, sich mit ihrer Vergangenheit auseinanderzusetzen. Als auch Apple in Spanien eintrifft, um ihre Mutter zu besuchen, erlebt sie eine Überraschung.” Quelle: http://alles-inklusive-film.de

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