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Avantgarde – Filmpremiere im Kino International

oder das Vorabendprogramm zum Travestie Megatrip auf großer Leinwand

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Es bedurfte einer gewissen Überwindung am Vorabend meiner Mykonos Reise auch noch die Filmpremiere von Nina Queers Film Avantgarde zu stemmen. Zu viel fällt jedesmal kurz vor solch einer Reise an, das man fast den Eindruck gewinnt, die Menschen mit denen man beruflich zu tun hat, stimmen sich kurz vorher bei einem Abend mit Cracker und Cocktails ab, um einem den letzten Tag nochmal richtig auf den Zahnfleisch gehen zu sehen. So auch diesmal… der Plan im Kino International abends als BerichterstatterIN des queeren Berlins aufzutreten hatte sich spätestens gegen 18:30 Uhr im Büro komplett zerschlagen.

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Doch um es vorweg zu nehmen… es war auch gut so. Manchmal weiß das Schicksal eben was gut für einen ist 😉 … statt hunderte Fans, mehrere dutzend Filmkameras und einer gierigen Meute von Autogrammjägern gab es die üblichen Verdächtigen die am roten Teppich auf UNSERE Nina Queer warteten. Im Nachhinein aus meiner Sicht der einzige Grund sich den Film anzuschauen. Aber dazu jibbet gleich noch watt zu sagen. Nina hatte natürlich wieder den elegant-inszenierten Auftritt an der Seite einer Brotspinne …. öhhm…. formerly known as „nackter Mann“, der allerdings ein wenig die Beschützerhormone bei dem ein oder anderen umherstehenden Publikum anregte.. denn wenn jemand was zu essen verdient hat dann ER. Egal.. können ja nicht alle so’n tollen Schwimmreifen mit sich rumtragen wie icke zur Zeit. An der Stelle ein Hoch auf die Korsetterie *lol* …

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Auch Eva Padberg hat den Weg an den roten Teppich gefunden um sich die „Persiflage-Horror-Sightseeing“ Komödie aus der Welt des Catwalkglamours anzusehen. Nach der Ansprache und den diversen Danksagungen an die Menschen die das Projekt ermöglicht haben wies Nina zu Recht darauf hin das sie nicht genau wüßte was uns in der B-C LowBudget Produktion so erwartet, aber sie wäre für 500 EUR ja generell zu allem bereit. Das ist der Punkt an dem ich behaupte das Nina der Grund ist, diesen Film zumindest auf einer der vielen Portale mal anzukieken. Die Geschichte war so trashig, das sie fast schon wieder gut war… der Film taumelte zwischen Doku-, Horror- und Komödie, letzteres lag wohl daran das die Schauspieler (zumeist deutscher Natur) allesamt englisch sprechen mußten. Ein echter Neckbreaker und Grund warum Ninas geliebte Kodderschnauze weitestgehend auf der Strecke blieb. Doch hin und wieder blitze UNS Ninachen durch… ditt antrainierte Berliner Original und genau da machte der Film dann zuweilen Spaß.

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Es fehlte dem Streifen größtenteils die Liebe zum Detail. Und genau das will ick eigentlich im Kino sehen…. wenn die schauspielerische Detailliebe aufgrund mangelder Erfahrung ausbleibt, dann sollte zumindest der Regisseur versuchen das in den Bildern wieder gut zu machen – wobei die Luftaufnahmen von New York wiedermal meine Sehnsucht geweckt haben *seufz* … Mit die coolste Szenen im Film waren die gefakten Koksszenen in denen die Protagonisten jedesmal trotz kräftigen Zuges die gesamte Line liegenliessen… aber wie sagt man so schön: nach der Line ist vor der Line… oder hieß das von der Lein? .. egal…. Mein Fazit: Ninas Debut hat funktioniert… mit der nötigen Prise Humor, ein wenig Selbstironie und der nötigen Disziplin nicht nur ’ne Transe zu verkörpern sondern auch noch ’ne englischsprachige ..  *lol* … war sie auf der großen Leinwand absolut sehenswert… schade nur das sie nur im ersten Drittel ne Rolle hatte… Allerdings fehlt es dem Rest des Film an Story, Details, Kostümen und gut englischsprechenden Darstellern…

UND MIT EIN BISSL GLÜCK STEHT HIER HEUTE NOCH EIN VIDEO VOM EINMARSCH DER HAUPTDARSTELLERIN NINA 😉

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