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Aus dem Leben einer Burlesquetänzerin

oder I’m a MUMMY…

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© Honeymonster

Immer wenn Sandy Beach zu ihrem Soloprogramm „i’m a mummy“ lädt werden etliche Anekdoten aus dem Leben einer deutschen Burlesque Ikone ausgeplaudert. Ja.. ich bin der Meinung das Sandy zu den Ikonen dieser Subkultur zählt. Ihre Teaserettes sind einfach Mitbegründer dieses Livestyles in Deutschland, das kann man nicht wegdiskutieren, insofern haben sich einfach jede Menge Geschichten aus der Vergangenheit aufgestaut, die erzählt werden wollen. In Kombination mit dem „Nebenjob“ Mutter, kann das ganz schön nervenaufreibend sein. Mit der nötigen Selbstironie als Mumie des Burlesque, dem roten Faden der Show, genoss sie trotz großer Angespanntheit im Vorfeld das Spiel mit dem Publikum auf der Bühne.

Viele der Geschichten konnte ich wieder wunderbar nachvollziehen, dieser riesige Spagat den man begeht, da auch die Familie nicht zu kurz kommen darf, wird oftmals sehr gerne übersehen. Sandy schafft es aber nicht klagend oder ermahnend den Finger zu heben sondern plaudert vergnügt über „verschissene“ Augenblicke die ihr als Inspiration für die nächste Burlesque Show  dienten. Immer wieder werden Performances, Comedy, Smalltalk und Wissenswertes verköchelt und als Ganzes serviert, teilweise so kurzweilig, das man trotz kleiner Pause nicht merkt wie schnell 90 Minuten vergangen sind. Immer wieder ertappe ich mich dabei am liebsten reinbrüllen zu wollen – weil ich diese Situationen, die sie schildert so gut kenne. Gibt es da vielleicht doch eine Seelenverwandschaft? Oder ist sie vielleicht sogar die verlorengegangene oder bei der Geburt getrennte Schwester? Nein… ich glaube wie mir, ging es vielen an dem Abend. Jeder ertappte sich dabei das ein oder andere auch schonmal durchlebt zu haben. Aber stellt Euch mal vor watt ditt für eine Muttertagssause wäre, wenn wir alle aus der Mummy der Nation rausgekrabbelt wären…. *loool*.

Gegen Ende der zweiten Halbzeit hieß es dann selber gemeinsam mit Enie, dem wunderbarem Maiglöckchen, Rede und Antwort zu stehen. Ein Hauch von Ellen Degeneres wehte durch die kleinen Hallen des WildatHeart in Kreuzberg. Auch wenn ick mir immer etwas riesig vorkomme, weil meene beiden Talkschwestern 1,5 Köppe kleiner sind, schnatterten, lachten und talkten wir munter drauf los und gaben den ein oder anderen Schwank aus vergangener Zeit preis. Ich glaub das nächste mal probier ich ’nen paar schicke Loafer zum Ausgehen auf der Bühne aus.. denn wirke ick vieeleicht etwas zierlicher ;-). Den Gästen hat es wohl gefallen denn es wurde nicht nur gekickert sondern oftmals lauthals gelacht und das wichtigste – es wurde mitgemacht, denn andere nahmen sich im Gegensatz zu mir nicht wirklich zurück… GUT SO!. Ich hoffe noch einige weitere Male Teil von Sandras wunderbarer Soloshow „I’m a mummy“ zu sein und drücke uns die Daumen für ein Abenteuer vielleicht mal auf größeren Bühnen.

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