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Another Soundtrack for Revolution

oder Wiederholungen in der Mode sind erträglich – Wiederholungen in menschlicher Stumpfsinnigkeit unerträglich

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Warum erinnern mich die gezeigten unhaltbaren Zustände in der unglaublichen grandiosen Dokumentation „Soundtrack for Revolution“ über die Rassenteilung in Amerika Mitte/Ende der 60er so sehr an die jüngsten Situationen in Russland? Ein halbes Jahrhundert später haben wir nichts verändert? … sind wir noch immer diese martialisch toleranzfreie Rasse an Erdenaffen, die Minderheiten und Andersdenkende ausgrenzen – ja sogar verfolgen und ermorden? Haben wir nichts gelernt in den Kriegen, in den millionenfachen Ausrottungen… ???? Ich kann das nicht glauben… ne falsch… ich will das nicht glauben. Und doch erschreckt es mich wenn ich mehr Enthusiasmus bei der Verteilung von irgendwelchen dämlichen Fernsehformaten oder anderem Mist auf den Sozialen Netzwerken sehe, als die Bereitschaft dieser Welt ein bißchen mehr Zivilisation zu schenken in dem man Facebook mal für was sinnvolles nutzt. Und überhaupt wo ist der politische Protest gegen diese unfassbaren Zustände in Russland und wo bitte sind die Restriktionen der Werbeindustrie? Habt ihr alle Tomaten auf den Augen?

Martin Luther King hat damals mit seiner friedlichen Demonstration gezeigt, das es möglich ist etwas zu verändern. Er sagte einmal sinngemäß: „Jene von euch die weiss sind und helfen wollen, es aber aus politischen oder familiären Gründen nicht können, können gewiß sein, das wir auch Euch befreien werden…“ Ein Satz der mich eben sehr bewegt hat… und dem ich sehr viel Kraft zuspreche und der in Amerika viel verändert hat, wenn auch noch nicht genug. Ich glaube auch nicht das alle Russen hinter dieser irrsinnig intoleranten und menschenrechtfeindlichen Entscheidung stehen – ich will es nicht glauben. Wie schon so oft in der Geschichte sind es einzelne Charaktere die die Welt ins Verderben oder die Erlösung führen. Auch das wiederholt sich immer wieder. Jene von Euch die es aus eigener Kraft schaffen wollen, so wie Dr. Martin Luther King, sich von solchen Taten zu distanzieren, den empfehle ich … nein… die bitte ich am kommenden Samstag, den 31.8. um 12 Uhr mit uns auf dem KuDamm Gesicht zu zeigen. Zu zeigen das Menschen jeder Coleur, jeder Nationalität, jeder sexuellen Orientierung und jedem Glaubens ein Recht auf Freiheit und Leben haben.

OPEN YOUR MOUTH! – GERMANY AGAINST HOMOPHOBIA! from ENOUGH is ENOUGH! – Berlin-Demo on Vimeo.

Im übrigen gilt das auch für die Bewohner des „neuen“ Flüchtlingsheimes in Hellersdorf. Auch das macht mich ebenfalls sprachlos und wahnsinnig traurig. Ich frage mich da immer wieder in was für eine Welt ich mein Kind gesetzt habe, in der Menschen nur weil sie anders sind gehasst, verfolgt oder erniedrigt werden.

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