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Als Nina blasen durfte

Liebe Löserinnen, liebe Löser…

Da icke nicht überall sein kann kommt hier wieder ein kleiner Beitrag von der direkt betroffenen Nina 😉 und um Verwechslungen zu vermeiden ergänze ich mal Petite.. nicht Queer!!!

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Sehr geehrte Damen und Herren und v.a. natürlich alle andren, die irgendwo dazwischen flanieren. Nachdem ich bislang nur indirekt über Fotobeschriftungen als Inspirationsqualle, öhm, -quelle (ich hab abgenommen) bei dieser tollen Seite mitwirken durfte, wurde ich nun zwecks kleiner Sa-Nacht/So-Morgen-Erlebnisberichterstattung von der Webmistress zur aktiven Mitarbeit rekrutiert. Und ihr Wunsch ist mir selbstverständlich Befehl, Miss W..

transen blasen besser

Nach dem Aufbruch aus dem Land der Lamas (Haus B.), ergab die Fahrzeug-Verteilung, dass meinereine mit Janka, Kitana und Inez im kleinen roten Japano-Franggn-Flitzer platznahmen und Sheila ihr noch kleineres schwarzes Berlino-Raketen-Robil mit Zoe bestückte und wir uns in verschiedene Richtungen gen Heimathäfen aufmachten. Nun muss frau evtl. vorab wissen, das meine Künste in Sachen Fahrzeugführung weitgerühmt sind (sei es meine Fähigkeit immer im 2. oder 3. Anlauf ans Ziel zu finden (nein, ich habe kein Navi) oder mein Missfallen im Hinblick auf das Durchdrücken des Gaspedals meines kleinen treuen Fahrzeugs) und immer wieder gerne als Gesprächsthema v.a. bei Frl. Wolf dienen :P.

Ich steuere also meinen Transen-Transporter, gemäß der Anweisungen meiner ortskundigen Fracht, öhm, Fahrgästinnen Richtgung deren home(s). Weil wir alle total liebe Menschen sind und Inez ned in der kühlen (um ned zu sagen sch..limm kalten) Winternacht an einer Bushaltestelle oder sonstiger unwirtlicher Lokation rauswerfen wollten, sind wir auch in eine Straße abgebogen, die außer von uns auch von grüneren Gesellen benutzt wurde. Just als eine meiner Rückbänklerinnen irgendetwas von Polizeikontrollen erwähnte (kein Scherz!!! Es muss was hellseherisches oder eine self-fulfilling-prophecy gewesen sein) taucht ein Streifenwagen hinter uns auf.

Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich wirklich dachte sie meinen jemand andren als die aufblinkten mit dieser schicken Diskobeleuchtung „STOP / POLIZEI / STOP“. Aber als sie an der Ampel neben mir anhielten, und mit der Kelle winkten, war es klar: Neeee, die wollen MIR etwas mitteilen. Ich bin natürlich (wie alle Frauen) neugierig, was Männer in Uniform mir sagen möchten, und parke nach der Kreuzung. Parken ist allerdings in so fern etwas viel gesagt, weil ich keinen Gang eingelegt hatte und keine Handbremse gezogen. Ich wühlte aber bereits pflichtbewusst nach meinen Papieren, als mir die Damen im Wagen zu verstehen gaben, dass ich gerade dabei sei, den hinter mir stehenden Polizeiwagen zu rammen. Ooooooops…naja, fast ooooops. Ich komme doch noch gerade rechtzeitig auf die Bremse. Die beiden Herren in grün fanden dieses Rollen aber wohl „verdächtig“, denn sie sahen trotz eines Wagens voller hübscher Mädels, eher unfröhlich drein, tztztz.

https://www.youtube.com/watch?v=slkBy1Z00Mg

Sie wiesen mich darauf hin, dass mein Wägelchen wohl die ein oder andere Spur ein wenig touchiert oder auch überschritten habe und das mit dem Rückwärtsrollen kurz zuvor fänden sie auch eher Besorgnis erregend. Ich fragte, ob sie aus diesen Gründen evtl. meine Papiere sehen wollten (die ja jetzt flugs und stolz zur Hand hatte) und sie wollten tatsächlich (hat sich das Suchen doch wenigstens gelohnt). Einer der Herren fragte, ob er mich nun mit Herr oder Frau Pitt (Anm. d. Red.: Name muss unter Umständen nicht der Wahrheit entsprechen) ansprechen sollte. Ich meinte, das überließe ich gerne ihm, mir wäre beides recht)). Er erwiderte, weiterhin unfröhlich, dass er ned wirklich erkennen könnte, ob das auf dem Foto moi wäre. Und liebenwürdig wie ich bin, bot ich an, meine beiden Hüte (den von Miss Santa und den Miss petiteschen) abzunehmen, was gerne angenommen wurde. So wurde aus der blonden Santa nina, in nur einer sekunde, eine dunkel-haarige Führerschein nina. Soviel entgegenkommen wurde dann tatsächlich mit Anerkennung meiner Identität quittiert .

Dennoch folgte daraufhin die Frage, ob ich etwas gegen eine freiwillige AK-Kontrolle hätte. Ich fragte was dies denn seie, denn das sagte mir nix. Leider, leider, leider…ich betone leeeeiiiiiiider… hat er ned gefragt, ob ich freiwillig blasen würde. Mei, wie gerne hätte ich auf diese Frage geantwortet)))) Aber nein, ich fügte mich also in langweiliges Bürokratendeutsch und folgte den Herren, unter dem Hinweis, dass ich, ausser in Hustensaft, noch NIE Allllllohoohhl getrunken hätte, zum grünen Wagen. Dort benötigte ich zwei Versuche um richtig zu blasen (und nein, ich werde jetzt keine Hinweise darauf geben, ob mir sowas öfter passiert. Das ist ein ehrbarer Blog hier)). Mein erster Anlauf war ned gut genug, und sowas konnten wir drei natürlich ned so stehen lassen. Aber dann…tja, welche Überraschung…0,0 Promille. Ich war somit erwiesenermaßen einfach nur ne „Frau“, die schlecht autofährt :P.

Was es ned alles gibt, gell. Unter dem Hinweis, dass ich mich evtl. ned so sehr von meiner Begleitung beim Fahren ablenken lassen und jetzt etwas aufmerksamer fahren sollte, wurden ich und mein Gefährt samt Besatzung wieder in die Morgenstunden entlassen . Im Wagen empfing mich dann allseitiges Gelächter und mir wurde eröffnet, dass meine Unterkunftsgeberin selbstverfreilich die entscheidenden Sekunden von „nina der Bläserin“ in bewegtem Handy-Cam-Bild festgehalten hatte und bereits eifrigst bemüht war, dieses Bildmaterial an das zweite Transenmobil weiterzufunken. Es ist schön Freundinnen zu haben!!!! Mit diesem wunderbaren Schlußsatz gebe ich zurück ins Studio an meine werte Kollegin Sheila Wolf…

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