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„The Artist“ – erste Premiere 2012 im wunderbaren Delphi Kino Berlin

oder man sagt ein Bild sagt mehr als tausend Worte – „The Artitst“ hat diese These nochmal fett unterstrichen

Die Einladung traf mich unvorbereitet während eines Aufenthalts in Dubai, über das ich noch einiges zu erzählen habe. Schon bei meiner Recherche zu dem neuen Stummfilm „The Artist“ vom Delphi Filmverleih, der im übrigen auch den zauberhaften Sean Penn Film „Cheyenne“ im Verleih hat und mit dem einzigartigen Juwel an der Kantstraße „Delphi Kino“ eines der letzten Berliner nicht-mulitplex Kinos betreibt wurde mir bewußt dieses Filmchen hat potenzial. Also hab ich mal eben mein Reisetrüppchen zusammengetrommelt Dana und Sandra und bin dort am roten Teppich aufgeschlagen – und das leider etwas zu früh. Leider reichte mein Bekanntheitsgrad „nur“ für ein weißes Bändchen, was soviel bedeutet wie „anstellen“ und „abwarten“ – bei stürmisch kalten Temperaturen schon etwas sehr fröstelnd. In Dubai haben wir ja dauernd den grandiosen „Valet Parking“ Service in Anspruch nehmen dürfen… i love that… vorfahren – aussteigen – reingehen. :-)

Dafür war es im wunderschönen Delphi Kino gut geheizt und nach zwei Gläser Bubblewater gings auch schon wieder. Nach einer kurzen Ansprache startete das Erlebnis auch schon und man ging auf eine Zeitreise der Extraklasse. Stummfilmkino in schwarz weiß – im Jahre 2012 ist in etwa so als wenn die Handygeneration von heute mit Wählscheiben telefonieren müssen – ein Abenteuer. Doch dieses Abenteuer wurde von Minute zu Minute wunderbarer. Man wurde in dieses kleine Filmchen hineingezogen, Inszenierung und Idee aber natürlich auch das ausdrucksstarke Schauspiel der Akteure überzeugten mich sehr und nicht zuletzt die Kulisse des Kinos passte perfekt. Der Veranstalter bat passend zum Film um die entsprechende Garderobe – Be Glamour oder Roaring Twenties waren die richtige Wahl. Das man auch Deko-Behrendt Pailetten-Stirnbänder mit einfachen kurzen Kleidchen sah – lag in der Natur der Sache. Nicht jeder hat sich schon oft mit der Boheme Sauvage rumgetrieben – die für mich noch immer der Inbegriff einer 20er Jahre Party ist. Aktuell wird gerade in Magdeburg ein ähnliches Konzept aufgestellt… ich glaube das ist ebenso sehenswert. Doch zurück zum Film. Der Plot ist schnell erzählt… ein erfolgreicher Stummfilmstar schafft es nicht über seinen Schatten zu springen und mit der Zeit zu gehen… er verweigert sich dem Tonfilm und wird schnell ausrangiert… kurz bevor ihm das Schicksal den Lebensnerv auspustet rettet eine verkannte Liebe ihm das Leben und alles wird wieder gut.

Der Film hat unzählige grandiose stille Momente, zauberhafte Bilder und ein liebevolles Auge zum Detail – auch wenn man mir während der Aftershowparty was anderes erzählen wollte. Das Thema Makeup war wohl Kritikpunkt einiger eingefleischter Zeitreisender.. aber im Ernst.. dieser Film ist eben kein REMAKE der alten Klassiker wie „Metropolis“, „Die Büchse der Pandorra“ oder „El Gaucho“… sondern eine Liebeserklärung zum Retroboom der vergangenen Jahre und eine Herausforderung. Dieser Film von Michel Hazanavicius ist sowohl ein Muß für alle die gerne in der Vergangenheit leben aber auch für jene die eine große Idee in toller Umsetzung auf der Leinwand erleben möchten – allerdings sei angemerkt das die Wahl des Kinos viel zum Charme des Abends beitragen wird. Sowohl die Hauptdarstellerin Bérénice Bejo als auch der Hauptdarsteller Jean Dujardin, den ich bereits aus OSS 117 kannte und mir DAS erst auf der Aftershowparty sagen lassen mußte, nehmen uns mit auf eine Reise in vergangene Tage… natürlich darf ich John Goodman, James Cromwell und Malcolm McDowell nicht unerwähnt lassen… alles grandiose Klassiker der Filmgeschichte. Ab den 26. Januar heißt es in Berlin… scheiß auf 3D – Back the the wonderful Stummfilm Zeit… !! und zurück zur Kinokultur!

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Leider gab es abschließend dann doch noch Grund zur Kritik. Mir wollte nicht in den Kopf warum die Veranstalter einerseits um den Chic der Roaring Twenties bat um dann anschließend auf der Aftershowparty zwei Adidas Trainingsanzüge hinter die Plattenteller zu stellen, die irgendwelches Gebumse aufgelegt haben? Andererseits hab ich auch nicht verstanden warum ein Hauptdarsteller zu einer Premiere nach Berlin kommt, sich auf der Aftershow Party etwas genervt in die Ecke stellt und bloß nicht von so „Leuten“ wie mir eine Gratulation zum Film haben möchte. Zumindest wurde uns mitgeteilt das es nicht erwünscht sei – mit unsereins in kurzen Kontakt zu treten. „Wir“ hätten wohl das falsche „Outfit“ – dabei möchte ich an dieser Stelle mal behaupten das das Jessica Rabbit Filmdivenkostüm von RedCat7 passender hätte nicht sein können. Ich kann nicht sagen ob diese Anweisung von Jean Dujardin selber kam.. aber ich kann sagen das die ebenso genervte Pressesprecherin anderen „Gästen“ eine kurze Audienz gewährt hat… tja.. so sind’se die Schauspieler – alles Diven mit PR Berater 😉 – ich glaub ich brauch auch mal ‚nen PR Berater um ihn anschließend nach so einer Aktion zu feuern… ick beantworte immer artig meine Fanpost und gehe immer allen Fotowünschen nach…  :-)

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